Zentralisierung zerstört Bildung

10. Dezember 2008

Die angestrebte Zentralisierung (Maturavorschriften, Zentralmatura) macht die Qualität, die durch individuelle und innovative Lehrkräfte das System beleben, kaputt. Zentralisierung im Bildungswesen führt zu Nivellierung nach unten, zu Langeweile für die Begabten, Rücknahme der Individualisierung. Welchen Sinn sollte die Individualisierung als Vorgabe des Qualitätsmanagements (!) auch haben, wenn sie dann bei zentral gesteuerten Prüfungsarbeiten keine Rolle spielen kann.

Die Lehrkräfte werden dann halt das trainieren (ich rede nicht von lehren), was wahrscheinliche Prüfungsfragen sind. Innovation beim Unterrichten, aktuelle Themensetzung (laut Lehrplan sogar vorgeschrieben) und Spezialgebiete einzelner Lehrkräfte kommen bei der angestrebten Zentralisierung zu kurz, weil sich das, was Qualität ausmacht, nicht zentralisieren bzw. zentralisiert quantifizieren lässt.

So gesehen ist Zentralisierung eigentlich auch eine Art von Bildungspolitik.

Die Idee der Zentralisierung von Prüfungsaufgaben ist ein Ausdruck des Misstrauens in die Lehrerschaft. Aber warum kann man statt dessen nicht die innovativen Lehrer/innen unterstützen und fördern? Und wann kapieren das die Verantwortlichen im Bildungsministerium endlich?

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