Verkehrswende am Beispiel Fahrrad

14. Oktober 2017

Dänemark gilt als Paradies fürs Radfahren. Wir konnten uns heuer davon überzeugen, in welchem Ausmaß fahrradfreundliche Maßnahmen möglich sind.

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Die Radwege sind gut markiert und breit genug, um überholen zu können. Vor allem an größeren Kreuzungen sind die Radstreifen deutlich blau ausgezeichnet, ebenso an Kreisverkehren, an denen RadfahrerInnen Vorrang haben. Heikle Kreuzungsbereiche sind zur Gänze blau eingefärbt. Die gute Sichtbarkeit der Fahrradbereiche führt zu einem deutlich höheren Anteil an Fahrrädern und bewirkt mehr Rücksichtnahme und Sicherheit.

Kreuzungsbereich mit blauer Markierung

Markierte Routen und gute Fahrrad-Parkplätze

Es gibt überregionale Fahrradrouten mit eigenen Wegweisern samt Entfernungsangaben. In Kopenhagen helfen nahezu kreuzungsfreie Radschnellverbindungen den PendlerInnen zum Umstieg aufs Fahrrad. Kopenhagen hat mehrere Brücken nur für Fuß- und Radverkehr und grosszügige Fahrrad-Abstellflächen vor Einkaufszentren, an Haltestellen und wichtigen Plätzen. Die vielen Fahrräder an Haltestellen lassen auf gute Annahme von Park & Ride schließen.

Stellflächen

Alltagswege mit dem Fahrrad

Fahrräder werden offenbar für den Weg zur Arbeit und für den Einkauf verwendet, es sind erstaunlich viele Lastenräder, auch Kinderanhänger, unterwegs.

Für unsere Region hieße das: Selbstverständlich wäre die Brauhauskreuzungin Freistadt längst zur Gänze farblich markiert, ebenso die Kreuzung vorm Böhmertor. Durchgehende markierte Radwege an den Hauptrouten durch Freistadt sowie entsprechende Stellflächen am Hauptplatz im Bereich der Parkplätze an allen Seiten würden rasch realisiert. Ähnliche Maßnahmen gäbe es auch in allen anderen Gemeinden.

Die einzelnen Orte im Bezirk erhielten gute Verbindungen untereinander. Linz hätte mehrere Fuß- und Radfahrbrücken über die Donau von Puchenau bis Steyregg. Der öffentliche Verkehr für die Landgemeinden würde ausgebaut – mit modernen Niederflurbussen zur einfachen Fahrrad-Mitnahme.

Diese Zufuß- und Fahrrad-Brücke könnte auch in Linz stehen

Das Mobilitätsverhalten anpassen

Der Klimawandel wird uns dazu zwingen, unser Mobilitätsverhalten zu verändern. Kürzere Wege sollten mit dem Fahrrad, längere Wege mit Bus oder Bahn zurückgelegt werden. Neben der Verringerung von CO2-Ausstoß bringt das auch weniger Feinstaub, eine bessere Nutzung des öff entlichen Raums und mehr Gesundheit aufgrund der täglichen Körperbewegung.

Breit genug zum Nebeneinanderfahren

Im hügeligen Mühlviertel können Elektrofahrräder die Hürden der Anstiege erleichtern. Zugleich bewältigt man mit Elektrofahrrädern auch längere Wege. Neben persönlichen Mobilitätsentscheidungen müssen die entsprechenden Strukturen geschaff en werden, um unsere Gesellschaft in die richtige Richtung zu steuern. Meines Erachtens sind die Grünen die einzige politische Gruppierung, die den Klimawandel ernst nimmt und nach ökologisch und sozial vertretbaren Lösungen sucht.

Am 15. Oktober 2017 werden die Weichen im Nationalrat für die nächsten fünf Jahre gestellt. Wählen wir „Die Grünen“, damit nicht wieder fünf Jahre ohne klimapolitische Fortschritte verloren gehen.

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