Skulptur-Parameter im Raum

22. Juni 2009

Ein ein mehrtägiger Kurs bei Michael Stadelmann an der Kunst-Fabrik Wien hat mich zur systematischen Beschäftigung mit Skulptur und ihren Parametern geführt. Ein Spiel mit Proportion, Gleichgewicht, Dynamik, Richtungen und Massen. Unsere Modelle haben wir mit Ton und Draht gebaut, die fertigen Modelle wurden im Raum fotografisch inszeniert.

Ausgangspunkt waren Aktskizzen vom ersten Halbtag und der Hinweis, dass es nicht um die naturalistische Abbildung des menschlichen Körpers geht. Die Reduktion auf einzelne Körperbereiche ermöglicht das Spiel mit (In)Stabilität und Übertreibung. Interessant war für mich das Experiment mit völlig instabilen Figuren, die sich federnd bewegen und die nur mehr teilweise über die Drahtstruktur hinaus modelliert sind.

Bei der Beschäftigung mit dem menschlichen Körper als Skulptur durfte auch die Annäherung an Konzepte der Skulptur-Geschichte nicht fehlen: Kantige Quaderformen in verschiedenen Variationen asugeführt.

Der Workshop hat mir einen weiteren Zugang eröffnet: Die Ton-Draht-Skulptur als flüchtiges Kunstwerk, das nach der fotografischen Abbildung wieder zerstört wird. Es bleibt dann nur das Bild der Skulptur übrig.

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