Lob des Gehens

30. September 2009

Gehen ist die Fortbewegung, die mir am ehesten entspricht. … Ich kenne keine Fortbewegung, die dem Denken, dem Sprechen und schließlich auch dem Schreiben gemäßer wäre als das Gehen. Denn zum Fußweg gehört auch der langsame, allmähliche Wechsel der Perspektive, das Innehalten, das Betrachten. Erst dadurch kann so etwas wie ein vielschichtiges Bild der Welt entstehen, Material für Geschichten, Erzählungen. (Christoph Ransmayr, Hiergeblieben, 2004)

Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr spricht mir aus der Seele. Aus genau dem Grund bevorzuge ich es, meinen täglichen Weg zur Arbeit zu Fuß zurück zu legen. Was aufgrund der Entfernung auch möglich ist.

Und darum werde ich jetzt noch einen Spaziergang um die Stadt machen. Allerdings höre ich vorher noch die Debatte in Ö1 über die Situation der SPÖ nach den beiden Wahlen in Vorarlberg und in Oberösterreich.

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