Kraftanstrengung!

27. Januar 2009

Vorweg: Ich kann das Wort Kraftanstrengung nicht mehr hören!

Die gegenwärtige Krise sei nur durch eine “gemeinsame nationale Kraftanstrengung” zu bewältigen, sagte Merkel am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. (Spiegel online, 17.1.2009)

Das war eine erfolgreiche Regierungsklausur – mit dem Ergebnis einer echten Kraftanstrengung für Österreich mit wichtigen Erfolgen für die Menschen“, so der Vizekanzler. (Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer in der Presseinformation des Finanzministeriums, 11.1.2008)

So eine Regierungsklausur stelle ich mir also folgendermaßen vor: es wird (im Fitnessraum?) gelaufen, Gewicht gestemmt und an Fitness-Geräten hart trainiert. So kann – repräsentiert von unseren Regierungsmitgliedern – der Staat schlank bleiben. Oder geht es ums Arm-Drücken zwischen je zwei Minister/innen?

Kann jemand diesen Leuten erklären, dass sie nicht Kraftanstrengung leisten sollen, sondern denken, in Zusammenhängen vernetzt denken sollen, um nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Fragen zu entwickeln!

Wenn ich in Zusammenhang mit Politik das Wort Kraftanstrengung höre, weiß ich, dass nichts passiert. Dass eine Worthülse Problemlösungskompetenz vortäuschen soll.

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