Politisch zitiert

16. Mai 2009

Zitate der Woche aus Medien

Und vielleicht sagen wir es alten und neuen Nazis mit einem Satz, den sie sonst verwenden: Irgendwann muss einmal Schluss sein … (Kleine Episoden aus dem Naziland, von Rainer Nowak, Die Presse, 12. 5. 2009)

Kommunismus ist schön. Aber wenn man nicht beten kann, soll man den Weg in Richtung Kommunismus nicht beschreiten. (Peter Sodann, deutscher Bundespräsidentschaftskandidat der Linken im Interview mit Michaela Kampl, derStandard, 12. 5. 2009)

Warum fürchten sich noch viele davor, dass Kirchen und Religionsgesellschaften staatliche Politik beeinflussen könnten, statt zu fürchten, dass religiöse Positionen von Politikern missbraucht werden? (Raoul Kneucker zu Häuptling “Abendhand” und den unchristlichen Ausländerhass, Die Furche Nr 20, 14. 5. 2009, Printausgabe)

Es ist eine nie wiederkehrende Chance: Ein deutscher Papst, der die NS-Zeit noch selbst erlebt hat, steht vor dem jüdischen Volk. … Ich lausche dem Papst mit wachsender Verzweiflung, hoffend, dass da noch ein bleibendes Wort kommt. Aber da kommt nichts. (Heinz Nußbaumer über den Papstbesuch in Israel, Die Furche Nr 20, 14. 5. 2009, Printausgabe)

Ein katholischer Papst fällt offenbar vom Himmel: Er ist nicht in Deutschland geboren, war nicht (unfreiwillig) bei der Hitlerjugend, hat nicht antisemitische Lehrer gehabt. (Benedikts Geschichtsvergessenheit, Gudrun Harrer, derStandard, 15.5.2009)

Sind sie (die Überlebenden des Holocaust) eine Provokation, wenn sie sich alle Jahre Anfang Mai treffen, um der Befreiung aus der KZ-Hölle zu gedenken? Sollen sie besser daheim bleiben, um nicht zum Ärgernis für Einheimische zu werden? (Ebensee – mehr als nur eine Provokation, Gerhard Marschall, derStandard, 15.5.2009)

Fast jeder Abgeordnete beginnt nach kurzer Zeit, politische Probleme gemeinsam mit Kollegen aus anderen EU-Ländern zu lösen. Das verändert die Sichtweise, reduziert die nationale Orientierung. Die ständige Suche nach Kompromissen prägt die Persönlichkeit ganz anders als in nationalen Parlamenten mit ihren klaren Fronten zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien. (Das “Brüssel-Virus”, Wolfgang Böhm, Die Presse, 16. 5. 2009)

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