Berlin sozialpolitisch, Tag 1: Urban Gardening

23. Oktober 2015

Sozialpolitische Berlinreise 22. – 27.10.2015 mit weltanschauen.at

Reisevorbereitung eine Woche vor der Reise in Form eines Abendworkshops mit Informationen über die Geschichte Berlins, die einzelnen Bezirke und zum Reiseprogramm. Blick auf Berlin als Stadt mit Geschichte, als politische Stadt, als grüne Stadt, als Stadt zum Radfahren.

Es ist meine zweite Reise mit Weltanschauen, die erste führte uns vor zwei Jahren in die EU-Hauptstadt Brüssel mit sozialpolitischem Blickwinkel. Weltanschauen ermöglicht Reisen unter anderem Blickwinkel und der Begegnungen mit sozialpolitisch engagierten Personen.

Anreise mit Nachtzug, in Berlin mit Öffis. Übernachtung in der Pension Peters, einem nachhaltigen Familienbetrieb mit Bio-Frühstück.

Hauptbahnhof-Berlin-3

Hauptbahnhof Berlin: mehrere Etagen

Hauptbahnhof-Berlin-1

Hauptbahnhof Berlin: Transparenz

Hauptbahnhof-Berlin-2

Blick auf den Hauptbahnhof Berlin

Pension Peters Berlin

Rezeption der Pension Peters in Berlin

Tag 1: Sehenswürdigkeiten und Urban Gardening

Am ersten Vormittag  Stadtführung zu den wichtigsten Highlights im historischen Zentrum zu Fuß und mit Öffis. Aus der früheren und neueren Geschichte der Stadt ergibt sich die großzügige Anlage breiter Straßen mit viel Grün in Form von Alleen und Parks. Einen dieser Parks, die Prinzessinnen Gärten, besuchen wir am Nachmittag mit einer ausführlicher Führung: hier wird Urban Gardening nach einer Idee aus Kuba betrieben: Pflanzen in Kisten und Säcken, Bewässerungshilfen mit großen Kanistern und Schläuchen. Über 40 Tomatensorten, etliche Kartoffelsorten, Gemüse und Kräuter werden gepflanzt, die Samen für die nächste Aussaat gewonnen, die Ernte wird verkauft bzw. in der eigenen Gartenküche zu saisonalen Gerichten verkocht. Wer im Garten mithilft bezahlt die Hälfte für den Einkauf bzw. für das Essen. Dieses Urban Gardening-Projekt gewinnt die Samen für die nächste Aussaat und lagert sie systematisch, man kann die Samen hier kaufen bzw. lernen, wie man selber Samen gewinnt.

Am Gelände befindet sich eine Fahrrad-Reparaturwerkstätte, die regelmäßige Workshops abhält sowie eine „Material-Mafia“ für Upcycling von Abfallstoffen aller Art. Ein Freiluft-Roundtable steht für Meetings und Veranstaltungen der freien Sozial- und Kulturszene zur Verfügung. Erstaunlich ist, dass hier einfach ein paar Leute mit Urban Gardening begonnen haben und mit der lokalen Bezirksverwaltung ein Agreement gefunden haben, das anfangs nur jährlich verlängert wurde. Das Projekt beschäftigt ein paar Teilzeitarbeitskräfte. Zwei Tage später besuchen wir einen Flohmarkt in den Prinzessinnen Gärten mit Verköstigung.

Urban Gardening in Kisten

Urban Gardening in Kisten

Tomaten vertikal

Tomaten vertikal

Veranstaltungshinweise

Veranstaltungshinweise

Gastgarten der Garten-Küche beim Flohmarkt

Gastgarten der Garten-Küche beim Flohmarkt

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Eine Antwort zu “Berlin sozialpolitisch, Tag 1: Urban Gardening”

  1. gudun fink sagt:

    Faszinierend auch die Wiederverwertung von alten Wasserschläuchen: bei der Tribüne wurden die alten Paletten mit eben diesen an den Seiten angesparkt und so fixiert.

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